Geleitwort
Die Ergebnisse weltweiter Forschungen zur Pathogenese rheumatischer Krankheiten haben in den zurückliegenden Jahren zur Entwicklung neuer, gezielter Therapien dieser Erkrankungen mit dem Ziel der Remission geführt. Voraussetzung für die Durchführung der großen klinischen Studien, die zur Zulassung der neuen Medikamente führten, waren aber nicht alleine die Erkenntnisse aus den molekularbiologischen Grundlagenwissenschaften. Es waren vor allem die Bemühungen um Definition klarer Krankheits-Klassifikationskriterien und um die Entwicklung brauchbarer Messinstrumente der jeweiligen Krankheitsaktivität, die erst die Erfassung therapiebedingter Änderungen im Krankheitsbild selbst und in der Lebensqualität des Individuums erlaubten. Das Messen von Krankheitsaktivität nach internationalen Standards hat auf diese Weise auch Einzug in den klinischen Alltag des Rheumatologen gehalten.
Ein Buch, ein Manual, des umfassend und vollständig die rheumatologisch relevanten und validierten Klassifikationskriterien und Messinstrumente (Krankheitsaktivität, Funktion, Röntgen-Scores, Bewegungsausmaß, Behinderung, Lebensqualität, chronischer Schaden „Damage“, Prognose) zum Inhalt hat, fehlte bislang für unser rheumatologisches Fachgebiet. Die Autoren aus der „Hannoveraner Schule“ um Prof. Henning Zeidler haben nun diesen Mangel erkannt und in gewohnt klar strukturierter Weise und an der Klinik orientiert ein Werk zusammengestellt, das die Qualitätssicherung in der deutschen Rheumatologie wesentlich bereichern wird. Das Buch hat einen hohen praktischen Bezug und wird daher in Rheumatologischen Praxen, in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken und Studienambulanzen seinen festen Platz finden.
Das „Medal Rheumatologie“ ist ein „Muss“ in jeder Klinik und Praxis für Rheumatologie!
Prof. Dr. med. Elisabeth Märker-Hermann
Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie
Wiesbaden, im März 2006