Medal Rheumatologie, 2. Auflage

Medal Rheumatologie: Kriterien für die Klassifikation, Diagnose, Aktivität und Prognose rheumatologischer Erkrankungen, 2. Auflage

Herausgeber/Autoren
Jens Gert Kuipers (Herausgeber)
Henning Zeidler (Herausgeber)
Lars Köhler (Herausgeber)
Ulf Müller-Ladner (Vorwort)
Elisabeth Märker-Hermann (Vorwort)
Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (Mitwirkende)
Titelinformation
Auflage: 2
Taschenbuch: XXIV / 312 Seiten
Erscheinungsdatum: 25. August 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3939581038
ISBN-13: 978-3939581031
Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,9 x 1,9 cm
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Mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie

Ich bin dem Hannoveraner Team jedenfalls mehr als dankbar, sich die Mühe gemacht zu haben, das gesamte kriteriale Wissen so handlich zusammenzufassen, dass in der täglichen Praxis zumindest mein Exemplar nicht nur schnell ziemlich abgewetzt sein dürfte, sondern vor allem mehr Raum für die eigentliche Arbeit rings um den Patienten freischaffen wird.

Prof. Dr. med. Ulf Müller-Ladner
Prof. Dr. med. Ulf Müller-Ladner
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie 2015/2016

1 - Rheumatoide Arthritis (RA)
2 - Still-Syndrom des Erwachsenen
3 - Spondyloarthritiden
4 - Ankylosierende Spondylitis
5 - Stadieneinteilung der Sakroiliitis mit Röntgen und MRT
6 - Arthritis psoriatica
7 - Reaktive Arthritiden
8 - Septische Arthritis
9 - Rheumatisches Fieber
10 - Lyme-Borreliose
11 - Gicht
12 - Systemischer Lupus erythematodes (SLE)
13 - Systemische Sklerose (SSc), systemische Sklerodermie, progressive Systemsklerose (PSS)
14 - Polymyositis, Dermatomyositis und Einschlusskörperchenmyositis
15 - Mischkollagenose
16 - Sjögren-Syndrom
17 - Systemische Vaskulitiden
18 - Riesenzellarteriitis
19 - Polymyalgia rheumatica (PMR)
20 - Takayasu-Arteriitis
21 - Kawasaki-Syndrom
22 - Panarteriitis nodosa (PAN)
23 - Mikroskopische Polyangiitis (MPA)
24 - Granulomatose mit Polyangiits (GPA)
25 - Eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (eGPA)
26 - Kutane leukozytoklastische Angiitis
27 - Hypokomplementämische Urtikariavaskulitis (Anti-C1q-Vaskulitis)
28 - Cogan-Syndrom
29 - IgA-Vaskulitis
30 - Morbus Behçet
31 - Kryoglobulinämie und Kryofibrinogenämie
32 - Isolierte Angiitis des ZNS
33 - Chronisch-rezidivierende Polychondritis
34 - Familiäres Mittelmeerfieber (FMF) und weitere hereditäre periodische Fiebersyndrome (HPF)
35 - Fibromyalgisches Syndrom (FMS)
36 - Chronisches Müdigkeitssyndrom (CFS)
37 - Arthrose der Hand
38 - Coxarthrose
39 - Gonarthrose
40 - Juvenile idiopathische Arthritis (JIA)

Rheumatologie lebt, wächst und gedeiht, auch die Kriteriologie gibt davon Zeugnis.

Mit großer Freude legen wir gemeinsam mit allen beteiligten Autoren in der Reihe MEDAL jetzt die gegenüber der ersten Auflage deutlich angewachsene zweite Auflage einer Zusammenstellung wichtiger Kriterienkataloge für die Diagnose, Klassifikation, Aktivitätsbeurteilung und Prognoseabschätzung rheumatischer Erkrankungen vor. Zahlreiche neue und modifizierte Kriterien haben neben den bewährten und immer noch verwendeten Kriterienkatalogen Eingang in unsere (subjektive) Auswahl gefunden.

Insbesondere für die rheumatoide Arthritis (RA) und die Spondyloarthritiden sind in den letzten Jahren die wichtigsten Kriterien komplett neu gefasst worden, u. a. die neuen ACR/EULAR Klassifikationskriterien der RA von 2010 oder die Definition der axialen und peripheren Spondyloarthritis der ASAS.

Diese neuen Kriterienkataloge haben eine rege wissenschaftliche Diskussion in Gang gesetzt: Insbesondere die Spezifität der neuen ACR/EULAR-Kriterien der RA als auch die Tatsache, dass die ASAS-Klassifikation der axialen bzw. peripheren Spondyloarthritis nicht im eigentlichen Sinne EINE Erkrankung, sondern ein Klassifikationskriterien-basiertes Konstrukt diverser, einander ähnelnder Erkrankungen mit einem Terminus belegt, sind kritisiert worden.

Andererseits sensibilisieren die neuen RA-Kriterien für die Wichtigkeit der frühen therapeutischen Weichenstellung zur Vermeidung von Gelenkschäden. Die ASAS-Kriterien ermöglichten Therapiestudien, die unseren Patienten neue und sehr effektive Behandlungsoptionen eröffnet haben.

Die Autoren und wir haben deshalb für einige ausgewählte Kriterienkataloge neben der Angabe der Quelle der Erstbeschreibung auch weiterführende Literatur, die sich kritisch mit den jeweiligen Kriterien auseinandersetzt, angegeben. Dabei haben wir bewusst auf eine umfassende Darstellung verzichtet. Ziel dieses Werkes ist eine praxisnahe, schnelle und zielführende Hilfestellung für die tägliche Arbeit am Patienten, in der Studienambulanz oder bei der wissenschaftlichen Arbeit zu geben.

Betonen möchten wir erneut, dass Kriterien nicht die Expertendiagnose ersetzen können und dass keinesfalls Klassifikationskriterien in Form von Ankreuzlisten durch Nichtexperten oder gar Laien als diagnostisches Instrument verwendet werden dürfen.

Danken möchten wir allen Autoren für Ihre hervorragende Arbeit, der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie für Ihre Mitwirkung, Herrn Puhlmann vom Verlag wiskom für seine sehr engagierte Unterstützung und Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, für Kritik, Anregungen und Ergänzungen.

Wie bereits eingangs gesagt: Rheumatologie lebt, wächst und gedeiht!

Ihre
Jens Gert Kuipers
Henning Zeidler
Lars Köhler

Bremen/Hannover, im Juni 2015

Die Rheumatologie ist ein spannendes Fachgebiet, vor allem in der Verbindung mit dem Chamäleon klinische Immunologie. Dies insbesondere, da jeder zu diagnostizierende Patient ein eigenständiges und oft verwirrendes „Symptomprofil“ aufweist, so dass die ureigenste ärztliche Kunst der korrekten Diagnose gerade in der Rheumatologie eine besondere, wenn nicht entscheidende Bedeutung hat.

Bedingt durch diese Variabilität ist es daher schwierig, wenn nicht unmöglich, für die Vielfalt und alle Subtypen der rheumatologischen Erkrankungen jeweils ein eigenes Diagnoseset an Kriterien zu entwickeln und zu validieren. Aus diesen Gründen wurden über viele Dekaden stattdessen Klassifikationskriterien erstellt, um die Patienten wenigstens einigermaßen harmonisch in (Zulassungs-)Studien eingruppieren zu können. Auch wenn stets auf diesen „kleinen“ Unterschied hingewiesen wird – in der Praxis werden diese Klassifikationskriterien de facto dann doch als Diagnosekriterien benutzt und, wenn man ganz ehrlich ist, auch so gelehrt und in den Examen geprüft.

Erfreulicherweise scheint die notwendige semantische und wissenschaftliche Differenz also größer als der hieraus resultierende praktische Gegenpart zu sein, so dass auch der internationale Konsens besteht, diese Kriterienkataloge konstant weiterzuentwickeln. Dies bietet auch die Möglichkeit, für die Krankheitsentitäten nicht nur Diagnose-, sondern nachfolgend auch Aktivitäts- und Remissionskriterien zu entwickeln, um die Langzeitbetreuung unserer Patienten noch weiter zu optimieren.

Sicherlich gibt es zahlreiche Kollegen, die das komplette Kriterienset in neuronal gespeicherter und stets abrufbarer Form parat haben. Ich bin dem Hannoveraner Team jedenfalls mehr als dankbar, sich die Mühe gemacht zu haben, das gesamte kriteriale Wissen so handlich zusammenzufassen, dass in der täglichen Praxis zumindest mein Exemplar nicht nur schnell ziemlich abgewetzt sein dürfte, sondern vor allem mehr Raum für die eigentliche Arbeit rings um den Patienten freischaffen wird.

Viel Spaß beim Lesen und „Diagnostizieren“.

Prof. Dr. med. Ulf Müller-Ladner
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie 2015/2016

Bad Nauheim und Gießen, im Juni 2015

Herausgeber

Prof. Dr. med. Jens Gert Kuipers. Facharzt für Innere Medizin/Rheumatologie; 2004 Ernennung zum außerplanmäßigen Professor für Innere Medizin der Medizinischen Hochschule Hannover; seit Juli 2004: Chefarzt der Klinik für Internistische Rheumatologie des Rotes Kreuz Krankenhauses in Bremen. Forschungsschwerpunkte sind Analyse der Pathogenese und Genetik der entzündlichen Wirbelsäulenerkrankungen, optimierte Diagnostik und Therapie reaktiver Arthritiden, Frühdiagnose entzündlich-rheumatischer Erkrankungen sowie multimodale Therapie schwerer rheumatischer (System-)Erkrankungen, Osteologie

Prof. Dr. med. Henning Zeidler. Professor für Innere Medizin und Rheumatologie, Emeritus, ehemaliger Direktor der Abteilung Rheumatologie, Zentrum Innere Medizin, Medizinische Hochschule Hannover bis 2007; Initiator und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Regionalen Kooperativen Rheumazentren in der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie von 1993 bis 2002; Sprecher des Kompetenznetzes Rheuma von 2002 bis 2003; seit 2007 Rheumatologikum Hannover. Forschungsschwerpunkte sind die Ätiopathogenese der Chlamydien-induzierten Arthritis, Klinik und Verlauf der Spondyloarthritiden, Versorgungsforschung sowie gesundheitsökonomische Forschung im Bereich der rheumatoiden Arthritis

Prof. Dr. med. Lars Köhler. Facharzt für Innere Medizin/Rheumatologie; 2004 Ernennung zum außerplanmäßigen Professor für Innere Medizin der Medizinischen Hochschule Hannover; Mitglied des Lehrkörpers der Medizinischen Hochschule Hannover; Rheumatologische Facharztpraxis Hannover. Forschungsschwerpunkte sind Pathogenese reaktiver Arthritiden, Entwicklung von Therapiekonzepten der Chlamydien-induzierten Arthritis, Frühdia­gnose entzündlich-rheumatischer Erkrankungen, multimodale Therapie schwe­­rer rheumatischer (System-)Erkrankungen sowie die Osteologie

Autoren

Dr. Juman Al-Massad, Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gGmbH, Klinik für internistische Rheumatologie, Bremen

Dr. J. Andresen, Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gGmbH, Klinik für internistische Rheumatologie, Bremen

Dr. Ingo Arnold, Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gGmbH, Klinik für internistische Rheumatologie, Bremen

Prof. Dr. Michael Bernateck, Zentrum für Schmerzmedizin Hannover, Hannover

Dr. Anna Victoria Buck, Rheumapraxis an der Hase, Osnabrück

Dr. Gisela Grothues, Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gGmbH, Klinik für internistische Rheumatologie, Bremen

Christina Hillebrecht, Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gGmbH, Klinik für internistische Rheumatologie, Bremen

Dr. Sonja Merkesdal, Klinik für Immunologie und Rheumatologie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover

Dr. Julia Patermann, Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie, Berlin

PD Dr. Markus Rihl, Rheumatologische Facharztpraxis, Traunstein

Dr. Karen Rosenthal, Hannover

Dr. Sebastian Schnarr, Rheumaklinik Ostbayern, Klinik für Internistische Akutrheumatologie, Bad Füssing

Dr. Angelika Thon, Klinik für Pädiatrische Pneumologie, Allergologie und Neonatologie, Medizinische Hochschule Hannover

Prof. Dr. Torsten Witte, Klinik für Immunologie und Rheumatologie, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover

Dr. Nils Putschky, Rheumatologikum Hannover, Hannover